Igel
Aktuell

Rasenroboter oder Igel-Paradies?

Nicht nur Autos sind eine tödliche Gefahr für Igel, sondern immer häufiger auch Roboter-Rasenmäher.

Gemäss Gebrauchsanweisung der Hersteller sollte man die Rasenroboter nicht unbeaufsichtigt einsetzen, weil sie eine Gefahr für (Haus-)Tiere und Kleinkinder darstellen. Deshalb werden diese Roboter oft nachts eingesetzt – auf Kosten der dämmerungs- und nachtaktiven Tiere. Dazu gehören Reptilien, Amphibien, Insekten, Spinntiere, einige kleine Säugetiere und sehr oft auch junge Igel. Diese Jungtiere werden vom Roboter nicht als Hindernis erkannt. Die meisten Roboter stoppen erst, wenn sie gegen etwas Grösseres stossen; ein Tannenzapfen oder ein junger Igel reicht häufig nicht als Stopp-Signal. Deshalb werden junge Igel schwer verletzt oder sogar getötet. Gärten, in denen nachts Rasenroboter aktiv sind, werden so zu gefährlichen Territorien und durch die monotonen Rasenflächen gehen auch wertvolle Lebensräume verloren.

Ein naturnaher Garten hat eine Strukturen-Vielfalt, die für Igel unbedingt zum Lebensraum gehört. Hier finden sie Nahrung, Verstecke am Tag, einen ungestörten Ort, um ihre Jungen aufzuziehen und Material für ein sicheres Winterquartier. Deshalb: lassen Sie Ihren Roboter nachts nicht unbeaufsichtigt mähen. Noch besser: Warum nicht auf einen Roboter verzichten, die monotone Rasenfläche verkleinern, weil sie in der ganzen Grösse meist kaum genutzt wird, wieder selbst mähen – so könnten Sie ein Igel-Paradies schaffen. Interessiert? Wir helfen Ihnen gerne bei der Umgestaltung. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.mehr-natur-im-garten.ch. Allgemeine Informationen zum Igel sind u.a. unter www.pro-igel.ch zu finden.